Wie genau wirkt sich Vibroakustische Stimulation eigentlich messbar auf Körper und Gehirn aus? Dieser Frage sind Charlotte Fooks und Oliver Niebuhr in einer 2024 im Fachjournal Sensors veröffentlichten Studie mit gleich drei verschiedenen Messverfahren nachgegangen. Eingesetzt wurde dabei ein sogenanntes VibroAcoustics Bass Module, ein Holzplattform-System eines anderen Herstellers - kein Evosonics-Gerät, dazu weiter unten mehr.
Was die Studie untersucht hat
38 Personen (13 Männer, 27 Frauen, 20 bis 35 Jahre alt) legten sich für eine 45-minütige Sitzung auf eine Plattform mit drei eingebauten Wandlern, die Frequenzen zwischen 20 und 80 Hz erzeugten, mit Schwerpunkt auf 40 Hz. Dazu lief eine eigens komponierte Klanglandschaft mit Waldgeräuschen, isochronen Tönen und Bassfrequenzen. Gemessen wurden psychologischer Stress per Fragebogen, physiologischer Stress per EKG und Herzratenvariabilität sowie kognitiver Stress per EEG.
Die Ergebnisse im Überblick
Herzfrequenz und Herzratenvariabilität: Die Herzfrequenz sank während der Anwendung von durchschnittlich 80 bis 90 auf 60 bis 65 Schläge pro Minute. Die Herzratenvariabilität stieg um etwa 30 Prozent, das Verhältnis von LF- zu HF-Anteil (ein Marker für die Balance des vegetativen Nervensystems) sank um rund 60 Prozent - beides Hinweise auf eine stärkere Aktivität des beruhigenden Parasympathikus.
Gehirnwellen (EEG): Das Verhältnis von Theta- zu Beta-Wellen sank, was auf erhöhte Konzentration hindeutet, während das Verhältnis von Beta- zu Alpha-Wellen deutlich zurückging, ein Zeichen für Entspannung.
Subjektiver Stress: Beim Fragebogen zum wahrgenommenen Stress zeigte sich kein signifikanter Effekt, wobei sich die Streuung der Werte innerhalb der Gruppe nach der Anwendung stärker anglich.
Was die Autoren schlussfolgern
Die Studienautoren schlussfolgern, dass die Vibroakustische Stimulation die parasympathische Aktivität bei allen Teilnehmenden gesteigert hat, wobei Personen mit höherem Ausgangsstress stärker profitierten. Die EEG-Ergebnisse deuten zusätzlich auf erhöhte Konzentration und Entspannung hin. Sie ordnen die Methode als wirksames unterstützendes Werkzeug für das Stressmanagement ein.
Einschränkungen der Studie
Die Stichprobe war für eine geschlechtsspezifische Auswertung zu klein. Ausschlusskriterien wie Vorerfahrung mit vibroakustischer Stimulation oder bestehende psychische Vorerkrankungen schränken die Übertragbarkeit auf die Allgemeinbevölkerung ein. Die Autoren selbst fordern weitere Forschung zur methodischen Standardisierung vibroakustischer Interventionen. Zudem wurde ein Gerät eines anderen Herstellers verwendet, was einen direkten Rückschluss auf unsere Evosonics-Geräte einschränkt.
Einordnung für die Praxis
Diese Studie gefällt mir besonders gut, weil sie den Effekt nicht nur subjektiv, sondern gleich über drei objektive Messverfahren (Herz, Haut, Gehirn) belegt - das ist in diesem Forschungsfeld noch selten. Unsere Evosonics-Geräte arbeiten nach demselben Grundprinzip der niederfrequenten Schallstimulation, auch wenn sie technisch nicht mit dem in der Studie verwendeten Gerät identisch sind. Wer die Wirkung selbst erfahren möchte, findet in unserer Schallwellentherapie-Kollektion die passenden Geräte.
Die in dieser Studie eingesetzte Technologie (VibroAcoustics Bass Module) ist ein Produkt eines anderen Herstellers und nicht mit den Evosonics-Geräten von Therapiegold identisch. Unsere Evosonics SoundWave-Geräte sind von der australischen Therapeutic Goods Administration (TGA) als Medizinprodukt zugelassen und tragen die CE-Kennzeichnung nach europäischen Sicherheitsstandards. Im Europäischen Wirtschaftsraum sind sie aktuell als Wellness-Produkt klassifiziert, eine EU-Medizinprodukt-Zulassung nach MDR liegt noch nicht vor. Individuelle Ergebnisse können abweichen.

