Du fragst dich, warum wir bei Therapiegold auf bestimmte Frequenzen setzen — und nicht einfach "irgendeine Vibration" verwenden? Eine Studie aus dem Bereich der Arbeitsmedizin (Furuta et al., 1991, Int Arch Occup Environ Health) hat untersucht, wie unterschiedliche Vibrationsfrequenzen die Durchblutung an den Fingern beeinflussen. Als Physiotherapeut finde ich die Erkenntnisse dahinter faszinierend — und sie erklären, warum Frequenz bei der vibroakustischen Anwendung eine Rolle spielt.
Was die Studie untersucht hat
18 gesunde Probanden wurden verschiedenen Vibrationsfrequenzen ausgesetzt — von 16 bis 1.000 Hz — und die Durchblutung an den Fingern wurde gemessen. Die Ergebnisse zeigten, dass bestimmte Frequenzbereiche stärkere Reaktionen auslösten als andere.
Zwei Bereiche stachen heraus: niedrigere Frequenzen um 31,5–63 Hz und höhere um 250–500 Hz. Die Autoren bringen das mit der Aktivierung unterschiedlicher Mechanorezeptoren in der Haut in Verbindung — Meissner-Körperchen reagieren eher auf niedrige, Pacini-Körperchen eher auf höhere Frequenzen.
Was das für die Vibroakustik bedeutet
Mechanorezeptoren sind die Sinnesrezeptoren, die auf Druck, Berührung und Vibration reagieren. Unterschiedliche Rezeptortypen liegen in unterschiedlichen Gewebetiefen und sprechen auf unterschiedliche Frequenzen an — das ist der physiologische Grund, warum vibroakustische Geräte mit mehreren Frequenzmodi arbeiten statt mit einer einzigen festen Frequenz.
Das SoundWave PRO und SoundWave Personal von Evosonics arbeiten mit definierten Frequenzmodi (u.a. 120 Hz und 240 Hz), die auf diesem Wissen aufbauen. Viele Anwender beschreiben je nach Modus ein unterschiedliches Körpergefühl — von sanft-oberflächlich bis tiefer wirkend.
Einschränkungen
Die Studie untersuchte Handvibration bei gesunden Probanden unter Laborbedingungen — nicht die Anwendung eines vibroakustischen Wellness-Geräts am Körper. Die Übertragbarkeit auf die Heimanwendung ist begrenzt. Die Erkenntnisse geben einen biologischen Hintergrund, sind aber keine Wirksamkeitsaussage für konkrete Geräte.
Mein Fazit
Frequenz ist kein Marketing-Versprechen, sondern Physiologie. Dass unterschiedliche Frequenzen unterschiedliche Rezeptoren ansprechen, ist gut dokumentiert — und ein Grund, warum die Auswahl des richtigen Modus bei der Anwendung einen Unterschied im erlebten Körpergefühl machen kann.
Das SoundWave PRO ist als stationäres Gerät auf den professionellen Praxisalltag ausgelegt. Das mobile SoundWave Personal bringt dieselbe Technologie flexibel mit, für unterwegs und zuhause.
Die australische Therapeutic Goods Administration (TGA) hat die eingesetzte Evosonics-Technologie als Medizinprodukt zugelassen, zudem trägt sie die CE-Kennzeichnung nach europäischen Sicherheitsstandards. Im Europäischen Wirtschaftsraum gilt das Gerät derzeit als Wellness-Produkt, eine Zulassung als Medizinprodukt nach der EU-MDR steht noch aus. Die hier genannten Studienergebnisse garantieren keine individuelle Wirkung.

